Welche KI-Tools brauchst Du wirklich? Ein ehrlicher Stack für Selbstständige

von Nicole Angela Buck

Klein, verbunden, nach Dir sortiert – kein Tool-Berg, sondern ein System

Nicole Angela Buck – KI-Trainerin und Kommunikationsdesignerin, Jahresrückblick 2025: KI im Business als Selbstständige

Während ich hier gerade Künstliche Intelligenz tippe, kommt schon das nächste KI-Tool auf den Markt. Und es vergeht auch kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo das nächste KI-Tool gefeiert wird. Das eine, das jetzt angeblich wirklich alles verändert. Früher hätte mich das nervös gemacht. Heute guck ich drauf und stell genau eine Frage: Hat das Fundament, oder ist das nur Hype?

Ich bin seit 1998 Kommunikations- und Grafikdesignerin, und KI setze ich heute täglich in meiner Agentur ein. Die Jahre mit verschiedenen Tools haben mir eins beigebracht: Ein gutes Werkzeug erkennst Du daran, dass Du es nach einer Woche noch aufmachst. Genau danach ist mein Stack sortiert. Genau nach dem, was sich im Alltag bewährt hat.

Die Mitte: Claude als Schaltzentrale

Ich fang mit der Mitte an, weil bei mir alles andere daran hängt: Claude. Für die meisten ist Claude eins von vielen KI-Tools. Bei mir ist es die Schaltzentrale. Ich denke darin, ich schreibe darin, und vor allem dockt das andere daran an. Über die Konnektoren hängen mein Wissensspeicher, meine Bilder und meine Präsentationen dran. Ich sag Claude, was ich brauche, und es zieht sich die Sachen aus den verbundenen Tools selbst zusammen.

Das klingt erst mal unspektakulär, ändert aber alles – weil ich nicht mehr zwischen zehn Fenstern hin und her kopiere. Damit das hier nützt und nicht die zwanzigste Tool-Liste wird: Ich zeig Dir nicht nur, welche Tools ich nutze, sondern wofür – und wie sie miteinander reden. Denn das ist der Punkt, an dem aus Tools ein System wird.

Denken und Schreiben: Claude und ChatGPT

Zum Schreiben und Sortieren nutze ich Claude und ChatGPT – je nach Aufgabe. Claude ist mein Sparringspartner für die längeren, kniffligen Sachen: Konzepte, Strukturen, ein Angebot, das sauber stehen muss. ChatGPT und meine CustomGPTs nehme ich fürs Schnelle zwischendurch und für wiederkehrende Aufgaben, die immer gleich laufen.

Beide schreiben mir nichts fertig, das nach Roboter klingt. Sie helfen mir, schneller zu dem zu kommen, was ohnehin meins ist. Den Ton mach ich.

Meetings, die ankommen: Hedy

Meetings waren bei mir lange das Loch, in dem gute Gedanken verschwanden. Heute hört Hedy mit, schreibt mit, fasst zusammen. Und weil Hedy verbunden ist, landet das Ergebnis nicht in irgendeiner Datei, die ich nie wieder aufmache – sondern wandert weiter, dahin wo ich es brauche.

Aus einem Gespräch wird so direkt Material, mit dem ich arbeiten kann.

Bilder mit eigener Handschrift: Higgsfield, Midjourney, Flux

Bei Bildern hab ich mehrere Wege – je nach Aufgabe. Higgsfield steuere ich direkt aus Claude an, das geht schnell und bleibt im Fluss. Für eigene Bildwelten und feinere Sachen nehme ich Midjourney, und wenn ich einen eigenen Stil oder ein eigenes Gesicht trainieren will: Flux mit LoRA.

Als Designerin ist mir wichtig, dass das nach mir aussieht und nicht nach Stockfoto-Baukasten. Welches Tool ich greife, hängt davon ab, was rauskommen soll – so wie ich auch nicht für jede Skizze gleich den großen Rechner anwerfe.

Dein Gedächtnis und die Verdrahtung: Obsidian, n8n, Make

Zwei Dinge, die kaum einer auf dem Schirm hat, machen bei mir den größten Unterschied.

  • Obsidian ist mein Wissensspeicher – verbunden mit Claude. Da liegt, was ich weiß, und Claude kann darauf zugreifen, statt dass ich alles jedes Mal neu erkläre.
  • n8n und Make sind die unsichtbaren Drähte, über die ein Tool dem nächsten die Arbeit übergibt.

Klingt technisch, ist aber genau das, was aus Einzelteilen einen Ablauf macht. Von der Idee zur fertigen Seite kommen bei mir außerdem Gamma für Präsentationen, Claude Design für schnelle Layouts und InDesign für alles, das wirklich sitzen muss – mit Typografie, die stimmt, und einem Satz, der Hand und Fuß hat. Den Inhalt lass ich vorher mit KI sauber aufbauen und sortieren. Das Setzen übernehme ich dann in dem Programm, das ich seit über zwanzig Jahren kenne wie ein Schreiner seinen Hobel.

Fundament statt Hype: Was Du wirklich brauchst

Jetzt der ehrliche Teil, den die Listen gern verschweigen: Du brauchst das alles nicht auf einmal, und vieles brauchst Du nie. Jedes zweite Tool verspricht, Dein ganzes Business zu übernehmen. Das meiste davon ist halt Hype mit Monatsabo.

Frag bei jedem neuen Tool: Welchen Job in meinem Ablauf macht das, den nicht schon eins meiner Tools erledigt? Fällt Dir darauf keine klare Antwort ein, lass es. Ein Tool ohne festen Job ist am Ende nur ein offener Tab, der Dich ablenkt.

Mein Stack ist heute kleiner, als die meisten erwarten. Und das liegt daran, dass das meiste über die Mitte zusammenläuft und sich gegenseitig zuarbeitet. Beim ehrlichen Stack geht es nämlich um eine einzige Sache: dass die Tools zusammenarbeiten. Die Zahl ist zweitrangig.

Wenn das nächste Tool gefeiert wird, stell ihm einfach die eine Frage: Fundament oder Hype. Die Antwort spart Dir mehr Zeit und Geld als jedes neue Abo.

Du redest Gold -

Herz aus bunten Post-it-Zetteln auf Betonwand – KI mit Kopf und Herz, Nicole Angela Buck

und postet nichts.

Du weißt, was Du sagen willst. Aber sobald Du tippst, klingt es nach niemandem. Zu glatt. Zu generisch. Zu sehr nach KI, aber nicht nach Dir und Deiner Handschrift: In meinem kostenlosen Live-Webinar am 9. September 2026 um 13.00 Uhr zeige ich Dir live in Claude, wie das anders geht. Fünf echte Anwendungsfälle, fünf verschiedene Features, 70 Minuten, in denen sich etwas in Deinem Kopf verschiebt.

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Quelle: Meine Erfahrungen und der Dialog mit Claude. Die Bilder sind mit Midjourney und fal.ai generiert.

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Ich bin Nicole

Nicole Angela Buck – KI-Trainerin und Kommunikationsdesignerin in ihrem Atelier, lächelnd in gelbem Blazer

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Kommunikations- und Grafik-Designerin und meiner Ausbildung als zertifizierte KI-Trainerin unterstütze ich Dich dabei, Deine Firma optimal online zu präsentieren. Lerne, wie Du durch präzise und intelligente Online-Strategien Deinen Betrieb nicht nur zeigst, sondern eine Geschichte erzählst, die bleibt. Mit Unterstützung einiger wichtiger KI-Tools darf Dein Content-Marketing wirklich Spaß machen!

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